Masturbieren lernen: Tipps & Tricks!

Selbstliebe lernen Tipps Tricks!

In hektischen, stressigen Zeiten kann man natürlich zum Ausgleich Yoga machen oder Mindfulness-Training. Oder aber man sucht sich eine ganz besonders intime Lösung. Wusstest du, dass das Masturbieren eine erprobte Technik ist, um Körper und Geist wieder etwas Luft zu verschaffen? Diesen Monat wird es Zeit für etwas Entspannung und Selbstliebe!

Stressiger Lebensstil

Wir müssen studieren, arbeiten, unsere Häuser in Ordnung halten, die Kinder zur Schule und zum Sport bringen und unsere sozialen Kontakte unterhalten. Quality Time? Inmitten all dieser Hektik nehmen wir uns nur selten Zeit, uns mit uns selbst zu vergnügen. Oder es muss ein Quickie werden, mit dem wir uns pfeilschnell zum Höhepunkt bringen, um anschließend sofort mit dem Alltag weiterzumachen.

”Inmitten all dieser Hektik nehmen wir uns nur selten Zeit, uns mit uns selbst zu vergnügen.”

Dass ein solcher Lebensstil nicht gerade ideal für unser Oberstübchen ist, wird durch die große Zahl an stressbezogenen Beschwerden deutlich, von denen sehr viele Menschen getroffen werden. Vor allem in den berüchtigten Schweren Jahren, in denen die Leute Arbeit und Privatleben nur mit Mühe kombinieren können, ist der Burn-out sehr nahe. Kommt dann noch eine Pandemie dazu, springen die Anzahlen in erschreckende Höhen.

Reaktion auf Bedrohung

Eine amerikanische Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass sich 75% der Menschen bei der Arbeit gestresst fühlen und dass sich dies seit der Coronakrise bei 40% weiter verstärkt hat. Leider wirkt sich Stress sehr negativ auf unser Wohlbefinden aus. Wir sind leichter gereizt, ruhelos oder überfordert. Wir schlafen schlecht durch alles, was uns ständig durch den Kopf geht, was wir noch alles erledigen müssen. Wir leiden unter Kopfschmerzen, Magenbeschwerden und fühlen uns ständig gehetzt.

Warum das so ist? Stress ist eigentlich eine körperliche Reaktion auf eine Bedrohung. Das Nervensystem reagiert auf die Bedrohung, indem es jede Menge Stresshormone ausschüttet wie z.B. Adrenalin und Cortisol. Diese Hormone helfen dabei, wenn Gefahr droht schnell reagieren und handeln zu können. Das Herz schlägt schneller, die Muskeln spannen sich an und der Blutdruck steigt.

Raubtiere in der Urzeit

Eine solche Reaktion des Körpers ist bzw. war sehr hilfreich, wenn man in der Urzeit von einem Raubtier verfolgt wurde, heute ist sie dagegen eher schädlich. Unser Lebensraum hat sich verändert, das Gehirn reagiert aber nach wie vor ganz primitiv auf Bedrohungen. Wenn wir früher bei einem Geraschel im Gebüsch zusammenzuckten, sitzen wir heute kerzengerade auf dem Bürostuhl, wenn unser Laptop oder das Smartphone piept. Der Strom aus E-Mails und Textnachrichten wird von unserem Gehirn als durchgehendes Alarmsignal aufgenommen, was uns ständig im Alarmzustand hält. Also nicht gerade gesund.

Masturbieren und Entspannungshormone

Was hilft? Mehr Zeit und Freiraum für dich selbst. Für Dinge, bei denen du dich wohl fühlst, Dinge die dich aufladen und dir Energie schenken. Egal, ob es dabei um zeichnen, fotografieren, tanzen, Sport treiben oder im Garten arbeiten geht. Es geht darum, den Alltag loszulassen, vor allem das Gefühl des ‘Müssens’.

Eine der besten Möglichkeiten, sich für einen Moment ganz frei und unbesorgt zu fühlen, ist natürlich ein Orgasmus. Selbstbefriedigung ist darum auch ein erwiesener Stress-Killer. Während eines Orgasmus wird Endorphin freigesetzt, das Glückshormon im Gehirn. Dieses Hormon schenkt einem ein gutes, entspanntes Gefühl und ist der ideale Boost für dein stressgeplagtes Gehirn. Wenn man zum Höhepunkt kommt, bekommt der Körper darüber hinaus die Gelegenheit, alle Spannungen loszulassen und für eine Weile nur im Hier und Jetzt zu schweben.

Kein hastiges Rubbeln

Ein weiterer Vorteil ist, dass bei einem Orgasmus auch Serotonin freigesetzt wird. Auch dabei handelt es sich um ein Glückshormon, dass zudem dazu führt, dass man sich entspannt und sich somit die Schlafqualität verbessert. Und wir wissen schließlich alle, dass Schlaf die beste Medizin ist; vor allem wenn man wegen der ganzen Stresshormone nur schwer ins Land der Träume kommt. Deine negativen Gedanken verschwinden, dein gehetzter Geist kommt zur Ruhe und du kannst dich während einer ungestörten Nachtruhe gut erholen.

Masturbieren ist etwas Wunderbares, um kurz die Hektik des Alltags zu durchbrechen, allerdings ist nicht jedes Mal masturbieren gleich heilsam. Zielgerichtete Masturbationssessions funktionieren natürlich recht gut. Der Körper gewöhnt sich an bestimmte Muster und Techniken, was recht sicher zum Orgasmus führt. Es gibt aber noch bessere Möglichkeiten, um einen Höhepunkt zu erreichen und sich etwas Genuss zu gönnen. Zeit spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Nimm dir Zeit für die Selbstliebe, um ganz in ihr aufzugehen. Kein hastiges Rubbeln und Gefummel also.

Lerne dich selbst zu verwöhnen

Wie bringt man sich aber am besten zu dieser herrlichen Sternenexplosion? Wie wechselt man von hartem, hektischen Masturbieren zu reiner, unverfälschter Selbstliebe? Mit der man nicht nur schwindelerregende Höhepunkte erlebt, sondern sich anschließend auch wieder mental wunderbar frisch fühlt?

Zuerst sollten wir uns von dem Drang befreien, unsere Lust zu schnell befriedigen zu wollen. Echte Intimität benötigt mehr als einen Quickie mit etwas Hilfe von Pornhub, während wir bereits die Erinnerung an das nächste Zoom-Meeting rechts oben auf dem Monitor angezeigt bekommen. Bei echter Intimität geht es zudem um mehr als nur einen Orgasmus. Es geht darum, den Moment zu erleben, seine Sinne zu entfalten und sich selbst einer tieferen Verbindung zu sich selbst und dem eigenen Körper zu öffnen. Es gibt so viele Quellen für sinnliches Vergnügen, die man nur allzu leicht aus dem Auge verliert, wenn man beim Masturbieren zu sehr auf den Orgasmus fixiert ist.

Wir berühren uns selbst viel zu selten auf liebevolle Art und Weise. Und das ist an sich seltsam, denn schließlich gibt es wohl kaum etwas ärgerlicheres als einen Partner, der sofort auf das Ziel zustürmt und dabei alle herrlichen Zwischenstationen auslässt. Warum machen wir das dann auch bei uns selbst? Lass dir Zeit, schenke deinem Körper die Aufmerksamkeit, die er verdient und erkunde alle Stellen deines Körpers, um eine umfassende sinnliche Erfahrung zu erleben. Richte dich nicht auf den Höhepunkt, sondern versuche den Moment selbst zu erleben. Auf diese Weise wirst du deinen Körper besser kennenlernen, entdeckst du, was dir gefällt und wirst die Spannungen und Blockaden in deinem Körper besser aufspüren können.

Tipps zum Masturbieren

Keine Ablenkung, die richtige Einstellung und ausreichend Zeit sind also die wichtigsten Zutaten für eine entspannte Solo-Sex-Session. Also weg mit dem Handy und überlasse dich voll und ganz dem Augenblick. Wenn du dich mental einfach dem Hier und Jetzt überlassen kannst, wird dein Körper ganz von selbst folgen.

Diesen Zeitpunkt darfst du übrigens ruhig planen: Einen Platz im Kalender für Selbstliebe freihalten, ist ganz sicher nichts Falsches. Auch tagsüber, wenn du merkst, dass deine Konzentration langsam nachlässt, kann ein Orgasmus deinem Energieniveau einen ordentlichen Boost geben. Nach einer solchen Session fühlt man sich zudem oft wunderbar sexy, kraftvoll und selbstbewusst.

Tipps für eine wohltuende Solo-Sex-Session

1. Schaffe eine verführerische Atmosphäre

Wähle einen ruhigen Ort mit möglichst wenig Ablenkung, an dem du nicht gestört werden kannst. Verleihe dem Ort etwas Verführerisches, Erotisches, z.B. durch weiche Laken, flackernde Kerzen und sinnlich duftende Öle. Nutze all deine Sinne, um den Raum in dich aufzunehmen. Was siehst, riechst, hörst und fühlst du um dich herum? Fühle, was dein Körper möchte. Manchmal möchtest du sanft über den Bauch gestreichelt werden, manchmal lieber eine kräftige Massage deiner Brüste und manchmal möchtest du mit deinen Fingern in dich hineingleiten.

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2. Schenke deinem ganzen Körper Aufmerksamkeit

Sexuelle Erregung entsteht nicht nur durch Stimulation deiner Geschlechtsteile. Von den Schenkeln bis zum Po und vom Hals bis zu den Ohrläppchen: dein ganzer Körper ist voller hochsensibler Nervenenden und erogenen Zonen. Darum solltest du dich nicht nur auf deine Klitoris und Vagina beschränken, sondern deinem ganzen Körper Aufmerksamkeit widmen. Wecke deinen Körper mit Berührungen, die er nicht erwartet. Wechsele zum Beispiel zwischen sanfter und stärkerer Massage ab und zwischen streicheln, klopfen, ziehen und kitzeln. Verwende auch überraschende Gegenstände wie zum Beispiel Federn, Pinsel oder Löffel, um dich damit zu bearbeiten, wenn es dich erregt. Hetze dich nicht zum Orgasmus, sondern nimm dir Zeit, damit sich dein Körper entspannen kann und ganz bewusst jedes Gefühl wahrnehmen kann.

3. Variiere mit den Stellen

Natürlich kannst du dich jedes Mal wieder im Bett mit dir selbst beschäftigen, aber wie wäre es auch einmal mit einer dampfenden Session und der Dusche? Die Dusche ist ein fantastischer Ort zum Masturbieren, denn hier werden deine Sinne optimal stimuliert. Es gibt nichts Besseres als Wasserstrahlen, die über die Haut strömen und heißer Wasserdampf, der den Körper umhüllt. Zudem hilft das Plätschern des Wassers, um einen bestimmten Zustand zu erreichen. Es dämpft andere ablenkende Geräusche, wodurch du dich vollkommen auf dich selbst konzentrieren kannst.

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4. Verwende Sexspielzeug

Sexspielzeug ist eine weitere Möglichkeit, mit der man seine Masturbationssessions frisch und aufregend halten kann. Sextoys gibt es in allen Größen, Formen und Arten: Vom Bullit bis hin zu Dildos mit G-Punkt Vibrator. Das Schöne an diesen Spielzeugen ist, dass man mit ihnen ganz neue erogene Zonen erreichen kann. Bist du bereits an Sextoys gewöhnt und stellst in letzter Zeit fest, dass du eigentlich nicht mehr ohne kannst? Dann solltest du einmal versuchen, wieder nur die Finger zu verwenden, um wieder eine bessere Verbindung zu deinem Körper herzustellen.

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Die besten Stellungen zum Masturbieren

1. Klitoral masturbieren

Auch wenn es sich etwas altmodisch anhört, die Solo-Missionarsstellung ist aber immer noch die beste Stellung für einen überwältigenden klitoralen Orgasmus. Lege dich auf den Rücken, ein Kissen unter den Kopf und spreize die Beine. Fange an, deine inneren und äußeren Schamlippen zu massieren und zu streicheln. Arbeite dich langsam zur Klitoris voran und… na ja, you get the drill. Verwende etwas Speichel oder Gleitmittel, damit du schön glitschig bist.

2. Vaginal masturbieren

Vielleicht hört es sich etwas anstrengend an, es ist aber trotzdem einfach herrlich. Gehe in die Hocke bis deine Fersen deinen Po berühren. Lasse deine Finger oder dein Sextoy in dich gleiten und bewege es hinein und hinaus, wobei du es immer tiefer eindringen lässt. Variiere unterschiedliche Bewegungen, von tiefen Vorstößen bis hin zu kreisenden Bewegungen. Das ist die optimale Stellung für einen G-Punkt Orgasmus.

3. Anal masturbieren

Am Anfang deines Anus laufen viele Nervenenden zusammen. Darum ist dies die perfekte Stelle für sinnliche Empfindungen. Stelle dich auf deinem Bett auf alle Viere, mit dem Gesicht nach unten gewandt und den Po in die Höhe gestreckt. In dieser Haltung kannst du deine Finger, einen kleinen Analplug oder Analkugeln recht einfach einführen, während du mit deiner anderen Hand deine Klitoris stimulierst. Du kannst dich aber auch auf ein Kissen setzen und auf ihm ‘reiten’, und auf diese Weise einen Höhepunkt erreichen. Oder lege dich auf den Rücken, mit den Beinen weit nach hinten über den Kopf gestreckt. Auch so kannst du ein Spielzeug einführen; eine sehr heiße Ausgangsposition.

4. Kombimasturbieren

Bei diesem ‘Cowgirl for one’ legst du deinen Dildo oder Vibrator aufs Bett und lässt dich langsam über ihn gleiten, bis du eine angenehme Position gefunden hast: Penetration, klitoral oder beides zusammen. Reite auf deinem Spielzeug so schnell oder langsam wie du möchtest und spiele währenddessen mit deinen Brustwarzen und der Klitoris. Versuche all die schönen Stellen miteinander zu verbinden, indem du sie gleichzeitig berührst. So werden alle sexuellen Gefühle zusammenkommen und zu einem anschwellenden Klimax unterschiedlicher Orgasmen werden.

5. Betrachte dich selbst

Ein Spiegel ist ein fantastisches Hilfsmittel, um seinen Körper zu entdecken. Setze dich vor einen Spiegel und trage Gleitmittel oder Öl auf deinem ganzen Körper auf: deinen Brüsten, dem Bauch, den Schenkeln und der Vulva. Gleite mit deinen Händen über all diese Stellen und beobachte, was passiert. Welche Berührungen erregen dich spürbar? Und erregt es dich auch, dich selbst zu sehen?

Letzter Tipp: Widme dich deinem Beckenboden. Die meisten Frauen neigen dazu, ihre Muskeln beim Masturbieren anzuspannen. Du solltest aber versuchen, sie zu entspannen. Ein entspannter Beckenboden zittert und zuckt beim Orgasmus viel stärker als ein angespannter. Und genau das sorgt für einen intensiveren Orgasmus. Worth a try!

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